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#wtf  24.12.2018 (Archiv)

Lautes Nachdenken hilft

Lautes Grübeln lässt Menschen knifflige Aufgaben einfacher meistern. Zu dieser Erkenntnis kommen Forscher der Nottingham Trent University im Zuge einer Studie mit 35 Probanden.

Diese wurden mit einem komplizierten, auf das Erkennen von Mustern und Formen beruhenden Kartenspiel konfrontiert. Das Ergebnis: Personen, die ihre Denkweise laut vortrugen, machten viermal weniger Fehler als jene, die still arbeiteten.

'Beim lauten Denken kommt es auch darauf an, wie wir mit uns selber reden. Wenn wir Probleme lösen wollen, werden wir manchmal zu Wiederkäuern', so Ruben Langwara, Mimikresonanz-Trainer bei der Eilert-Akademie, gegenüber pressetext. 'Dieses Verhalten bezeichnet die Psychologie als Rumination. Wiederkäuen bringt uns also nicht weiter. Was gegen ruminieren hilft, ist eine mitfühlende Haltung sich selbst gegenüber. Wenn wir gerade so richtig im Stress sind und nicht weiter kommen, hilft es uns, wenn wir uns selber begegnen wie einem guten Freund', so der Experte.

'Die Ergebnisse der Studie lassen sich damit erklären, dass das laute Vortragen uns ein gewisses Maß an 'Klarheit' verschafft. Wenn Menschen ihre Gedanken für sich behalten und sie nicht aussprechen, können sie von anderen, konkurrierenden Gedanken unterbewusst beeinflusst werden', wie Forschungsleiter Christopher Atkin erklärt. 'Lautes Nachdenken und das Aussprechen der Probleme hilft dabei, die Aufmerksamkeit und die Konzentration zu fokussieren.'

Laut Atkin ist das Reden mit sich selbst zwar gesellschaftlich verpönt. Dennoch ist der Wissenschaftler davon überzeugt, dass sich Probleme mit einem hohen Grad an kognitiver Herausforderung so besser lösen lassen. 'Der Ansatz ist wertvoll für Sodokus und Kreuzworträtsel - genauso wie für das Navigieren mit dem Auto in unbekanntem Gebiet oder beim Zusammenbauen eines Möbelstücks', wie Atkin anmerkt.

Auch Langwara ist der Meinung, dass lautes Nachdenken an sich förderlich sein kann: 'Studien zu Selbstmitgefühl zeigen, dass wenn wir auf diese Art mit uns selber reden, wenn wir gerade unter Zeitdruck eine Anspruchsvolle Aufgabe lösen wollen, unser emotionaler Stress sinkt und wir wieder voll auf unsere kognitiven Ressourcen zugreifen können. Umso genauer wir die Emotion dabei benennen können, die uns gerade beschäftigt, desto besser. Wenn wir das Gefühl, welches uns gerade zurückhält, richtig benennen, verliert es seine Macht über uns. Ich nenne das den Rumpelstilzchen-Effekt.'

Gedächtnis mit Angst stimulieren

Angst kann Menschen helfen, sich an Dinge zu erinnern, wie Forscher der University of Waterloo sagen. Überschaubare Angst unterstützt die 80 Studienteilnehmer vor dem ersten akademischen Grad dabei, sich an Details von Ereignissen zu erinnern. Wurde die Angst zu groß oder ging sie in Furcht über, konnte das zu einer Färbung von Erinnerungen führen. Dabei werden ansonsten neutrale Elemente einer Erfahrung mit einem negativen Kontext in Verbindung gebracht.

Laut Mitautorin Myra Fernandes müssen Menschen mit großer Angst vorsichtig sein. 'Es gibt bis zu einem gewissen Grad ein optimales Angstniveau, das dem Gedächtnis hilft. Wir wissen jedoch aus anderen Studien, dass große Angst Menschen dazu bringen kann einen Kipp-Punkt zu erreichen, der ihre Erinnerungen und ihre Leistung beeinflusst.'

Von den am Experiment teilnehmenden Studierenden waren 63 weiblich. Eine Hälfe wurde nach dem Zufallsprinzip einer Gruppe mit tiefen Anweisungen zur Kodierung zugeteilt, die andere einer mit leichten Anweisungen. Alle Teilnehmer absolvierten die Depression 'Anxiety Stress Scales'. Bei diesen Depressions-Angst-Stress-Skalen werden Symptome mittels Fragebögen ermittelt.

Personen mit großer Angst verfügten über eine erhöhte Empfindlichkeit auf die Einflüsse des emotionalen Kontexts ihrer Erinnerungen. Neutrale Infos wurden verdorben oder durch das Gefühl eingefärbt, mit dem sie während der Kodierung in Verbindung gebracht wurden. Laut Mitautor Christopher Lee kann das Denken an emotionale Geschehnisse oder das Denken an negative Ereignisse zu einem negativen Denken führen, das die Art und Weise beeinflussen oder verändern kann, wie man das aktuelle Umfeld sieht.

Entscheidend ist den Forschern zufolge, sich dessen bewusst zu sein, dass das beeinflusst, wie wir die Welt wahrnehmen und bewerten. Laut Fernandes ist das auch bei Pädagogen von Bedeutung. Diese sollten sich darüber bewusst sein, dass es individuelle Faktoren geben kann, die die Aufnahme des Unterrichtsmaterials beeinflussen können. Ein Aufhellen der Stimmung könnte von Vorteil sein. Die Ergebnisse wurden in 'Brain Sciences' veröffentlicht.

Operatives Denken

Patienten schneiden nach einer OP und Narkose etwas schlechter bei Gedächtnistests ab. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Wisconsin-Madison School of Medicine and Public Health in ihrer neuen Studie. Bei 312 Studienteilnehmern mit OPs und 652 Teilnehmern ohne Eingriff zwischen den Tests, stand eine OP bei der unmittelbaren Erinnerung mit einem Rückgang von einem von 30 möglichen Punkten in Zusammenhang.

Das Gedächtnis wurde bei 77 von 670 Teilnehmern mit ursprünglich normalen Werten beeinträchtigt. Betroffen waren 18 Prozent jener, die operiert worden waren, im Vergleich mit zehn Prozent, die nicht operiert worden waren. Die Teilnehmer waren durchschnittlich zwischen 50 und 60 Jahre alt. Bei anderen Aspekten des Gedächtnisses und der ausführenden Funktion konnten keine Unterschiede festgestellt werden. Eine Verringerung der Testwerte bei der unmittelbaren Erinnerung bei der zweiten Untersuchung stand in einem direkten Zusammenhang mit der Anzahl der OPs in den vergangenen neun Jahren. Der Rückgang des Arbeitsgedächtnisses stand mit längeren und häufigeren OPs in Verbindung.

Laut Forschungsleiter Kirk Hogan sind diese kognitiven Veränderungen statistisch in Hinblick auf die internen normativen Standards und die Größe der Kontrollgruppe signifikant. 'Die kognitiven Veränderungen nach einer OP sind jedoch gering und höchstwahrscheinlich symptomlos und werden von den Patienten nicht wahrgenommen.' Die Ergebnisse müssten weiter überprüft werden. Das gelte für das eigene Sample nach mehr OPs bei älter werdenden Patienten und anderen Studien mit anderen Samples. Laut Hogan ist es zu früh, um Empfehlungen zur Veränderung der klinischen Praxis bei Prävention, Diagnose, Management und Prognose von kognitiven Veränderungen nach OPs auszusprechen. Die Forschungsergebnisse wurden in 'Anaesthesia' veröffentlicht.

pte/red

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