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#wtf  04.09.2022 (Archiv)

Jugend glaubt eher an Fakes

Teenagern fällt es schwer, zwischen falschen und wahren Gesundheitsinformationen zu unterscheiden, wie eine neue Studie unter der Leitung der Comenius University zeigt.

Nur 48 Prozent der Teilnehmer vertrauen korrekten Gesundheitsinformationen mehr als Fälschungen. Währenddessen sehen 41 Prozent falsche und wahre, neutrale Infos als gleich vertrauenswürdig an. Elf Prozent schätzen, dass wahre, neutrale Infos weniger zuverlässig sind als falsche.

Eine schlechte Bearbeitung der Infos nehmen die Befragten zudem nicht als Zeichen für eine geringe Vertrauenswürdigkeit wahr. Insgesamt nutzen jedoch weltweit 71 Prozent der Jugendlichen das Internet. Die Forscher haben 300 Sekundarschülern zwischen 16 und 19 Jahren sieben kurze Botschaften über die gesundheitsfördernde Wirkung verschiedener Arten von Obst und Gemüse gezeigt. Bei den Botschaften handelte es sich um falsche Infos, wahre Infos und wahre Infos mit redaktionellen Elementen wie Superlativen, reißerischen Titeln, Grammatikfehlern, Kompetenzanreizen und einer fetten Schrift.

Die Teilnehmer wurden ersucht, die Glaubwürdigkeit dieser Botschaften zu bewerten. Es gelang ihnen offenkundig, falsche Gesundheitsinformationen und Informationen, die wahr oder leicht redaktionell verändert waren, zu unterscheiden. Laut Masaryk erfordert das Vertrauen in Botschaften das Identifizieren von falschem und wahrem Content. Bei Gesundheitsbotschaften, die plausibel und vernünftig erschienen, konnten die Teenager nicht zwischen wahren neutralen Informationen und Gesundheitsinformationen mit redaktionellen Elementen unterscheiden.

Die Jugendlichen scheinen die Entscheidung über die Vertrauenswürdigkeit nicht basierend auf Anzeichen von Bearbeitung zu treffen. Die einzige Art von Gesundheitsinformation, der deutlich weniger vertraut wird als wahren Infos waren Botschaften mit reißerischem Titel. Laut Forschungsleiter Radomír Masaryk ist es während der COVID-19-Pandemie zu einer wahren Explosion von Fehlinformationen gekommen. Die meiste Forschung zur Glaubwürdigkeit von Botschaften habe sich bisher zudem auf Erwachsene konzentriert. Details wurden in 'Frontiers in Psychology' veröffentlicht.

News werden ungern gelesen

Junge Menschen verfolgen die Nachrichten, sind aber nicht allzu glücklich mit dem, was sie hören und sehen. Nur 32 tun das gern. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber 2015, als 53 Prozent der Millennials das sagten. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung, nach der 79 Prozent der jungen Amerikaner täglich Nachrichten konsumieren. Die Umfrage unter jungen Menschen im Alter von 16 bis 40 Jahren - von denen die älteren als Millennials und die jüngere Generation Z bekannt sind - hat das 'Media Insight Project' durchgeführt, eine Zusammenarbeit zwischen dem Associated Press-NORC Center for Public Affairs Research und dem American Press Institute (API).

Die Ergebnisse widersprechen der weitverbreiteten Ansicht vor allem bei Älteren, dass junge Leute nicht an Nachrichten interessiert sind. 'Sie engagieren sich vielmehr in mehrfacher Hinsicht', sagt Michael Bolden, CEO und Executive Director des API. Allerdings hätten es die etablierten Medien nicht mehr so leicht. 71 Prozent der jungen Amerikaner nutzen täglich Nachrichten aus dem Social Web, wobei die Quellen vielfältiger werden. Facebook dominiert nicht mehr so wie früher.

40 Prozent sagen laut der Umfrage, dass sie täglich Nachrichten von Facebook erhalten, verglichen mit 57 Prozent in einer Umfrage des Media Insight Project aus dem Jahr 2015. Etwa ein Drittel oder mehr erhalten jeden Tag Nachrichten von YouTube und Instagram und etwa ein Viertel oder mehr von TikTok, Snapchat und Twitter.

Immerhin 45 Prozent geben an, dass sie jeden Tag Nachrichten aus traditionellen Quellen wie Fernseh- oder Radiosendern, Zeitungen und Nachrichten-Websites erhalten. Die Umfrage zeigt auch, dass etwa ein Viertel der jungen Menschen regelmäßig für mindestens ein Nachrichtenprodukt wie gedruckte oder digitale Zeitschriften oder Zeitungen bezahlt, und ein ähnlicher Prozentsatz hat an mindestens eine gemeinnützige Nachrichtenorganisation gespendet.

pte/red

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#Jugend #Mediennutzung #Fake News #Studie



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